Leistungen  Siebdruck  Foliensiebdruck

Foliensiebdruck

Polycarbonatfolie mehrfarbig bedruckt und lasergeschnittenPolycarbonatfolie einfarbig bedruckt mit geprägten TastenPolycarbonatfolie 5-farbig bedrucktFrontfolie mehrfarbig bedruckt inkl. TastenprägungFrontfolie (Blindabdeckung) zweifarbig von hinten bedruckt

Allgemein

Das Siebdruckverfahren wird bei der Weidling GmbH zum einen für die Schilder- und Etikettenherstellung und zum anderen für die Bedruckung von Formkörpern, vor allem aus Kunststoff und Metall, eingesetzt. Während die Labelherstellung komplett vom Material über den Druck und die Endverarbeitung bis zur fertigen Frontfolie angeboten wird, werden beim Formkörpersiebdruck in der Regel beigestellte Teile in Lohnfertigung gekennzeichnet.

Verfahren

Der Siebdruck ist ein Verfahren, bei dem mittels einer Gummirakel Druckfarbe durch ein Siebgewebe auf das zu bedruckende Gut gedrückt wird. An den Stellen des Gewebes, wo keine Farbe aufgebracht werden soll, sind die Maschen beim Gewebe mittels einer Schablone farbundurchlässig gemacht worden.

Beim Foliensiebdruck werden verschiedene Materialien bedruckt. Diese müssen, anders als beim Formkörbersiebdruck eine plane Oberfläche aufweisen. Je nach Anforderung können sie vorder- und rückseitig bedruckt werden.

Vorteile

  • Alles aus einer Hand (von der Schablonenherstellung bis hin zum fertigen Produkt)
  • Hoher Farbauftrag, dadurch hohe Farbintensität
  • variable Farbschichtdicke (durch einen mehrmaligen Auftrag der Farben möglich)
  • nahezu alle Materialarten bedruckbar
  • gleichmäßiger Druck
  • widerstandsfähig und langlebig
  • variable Formate
  • kombinierbar mit anderen Fertigungsverfahren, um Farbverläufe zu realisieren

Materialien

Bei der industriellen Frontfolienherstellung werden vor allem Polycarbonate, Polyester und PVC in Materialstärken von 0,05 bis 2,0 mm eingesetzt. Das Bogenformat schwankt herstellerbedingt und liegt bei einer Breite von 500 bis 700 mm und einer Länge von 900 bis 1200 mm.

  • Polycarbonat (0,175, 0,250, 0,375, 0,500 mm)
  • Polyester (0,150, 0,200 mm)
  • Weich-PVC-Folie (0,055, 0,070, 0,080 mm)
  • Hart-PVC
  • Acrylglas
  • Polystyrol
  • Glas
  • Metall
  • Karton
  • Textilstoffe
  • Verbundmaterialien
  • Schaumplatten
  • Massivplatten
  • Sonderwerkstoffe

Anwendungen

Dieses Verfahren ist überall im Alltag vertreten. Im Industriesektor findet sich der Siebdruck vor allem bei der Displayherstellung für den Maschinen- und Gerätebau. Zudem werden Frontblenden, Tastaturfolien, Typen- und Leistungsschilder, Prüf- und Sicherheitszeichen, Aufkleber, Etiketten, Schilder und Werbeartikel bedruckt. Im Folienbereich schließt sich dem Druckprozess die Weiterverarbeitung mit den im Hause möglichen Verfahren wie Kaschieren, Laminieren (Kleber und Folien), Stanzen, Schneiden, Schlitzen, Fräsen, Plotten, Rillen, Prägen, Bohren, Laserschneiden, Laserbeschriften und Konfektionieren an.

Maschinenpark

  • Siebdruck-Dreiviertelautomat Typ PPG max. Format 600x800 mm
  • Siedruck-Halbautomat Typ 710 max. Format 750x1050 mm
  • Siedruck-Halbautomat Typ PS max. Format 500x700 mm (2 Stück)
  • Halbautomat für Flach- und Runddruck Typ PAB45 max. Format 300x450 mm / d= 144 mm (2 Stück)
  • Siedruck-Halbautomat für Flach- und Runddruck Typ SYP6A max. Format 650x450 mm
  • diverse Handsiebdrucktische mit Vakuum
  • Wärme-Trockenkanal Typ M9
  • UV-Trockenkanal Typ UT1052UV
  • Vakuum-Belichter Typ KÜHN
  • diverse Trockenöfen für Formteile

Farbpalette

  • RAL
  • HKS
  • Pantone
  • CMYK in Kombination mit Digitaldruck


Druckfarbe

Lösemittelfarben (physikalisch trocknend)
Das in der Farbe enthaltene Lösemittel verdunstet beim Trocknen und härtet diese Farbe zu einem festen Farbfilm aus.

Zweikomponentenfarben (chemisch-reaktiv trocknend)
Durch die Zugabe eines Katalysators („Härter“) härtet die Farbe zu einem beständigen Farbfilm mit hervorragender Beständigkeit aus.

UV-härtende Farben (radikalisch strahlungshärtend)
Dies ist ein lösemittelfreies Farbsystem, bei dem die Farbe durch eine definierte UV-Strahlung sekundenschnell trocknet.

Links

Siebdruckinnung
FESPA
Der Siebdruck
SIP