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Specialist in print and laser technology

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Im industriell wenig ausgeprägten Berlin gehört die Weidling GmbH zu den Produktionsbetrieben, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen eine Nische auf dem Markt gefunden haben. Neben Berlin befindet sich im brandenburgischen Rathenow ein weiterer Produktionsstandort. „Wir sehen uns nicht als reine Druckerei, sondern Anbieter industrieller Kennzeichnungslösungen“, betont Prokurist Christian Weidling. Durch die Verknüpfung der Druckverfahren Siebdruck und Tampondruck mit der Lasertechnik in den Bereichen Beschriftung und Schneiden ließen sich optimale Kennzeichnungslösungen für den Kunden erarbeiten. Insbesondere in der Medizintechnikbranche seien in den vergangenen Jahren gemeinsam mit neuen Kunden mittels verschiedener, zum Teil patentrechtlich geschützter Verfahren Lösungen entwickelt worden. So bedruckt Weidling zum Beispiel für einen weltweit führenden Hersteller chirurgischer Instrumente Teile im Sieb- und Tampondruck an bis zu zehn verschiedenen Stellen. Vorab werden die Teile durch einen Laser mit einer Chargennummer beschriftet und am Ende elektrolytisch gekennzeichnet. Auch in der Elektroindustrie wurde in den vergangenen Jahren ein neuer Großkunde gewonnen. Dieser ist mit seinen Aufträgen inzwischen in allen Abteilungen des Betriebes vertreten und überlässt Weidling bei einigen Artikeln sogar die Auswahl der Unterlieferanten, so dass mit verschiedenen Berliner und Brandenburger Betrieben ein Zuliefernetzwerk entstanden ist.

Engagiert ist die Weidling GmbH auch im Bereich der Ausbildung. Zwei junge Menschen werden in diesem Jahr zum Siebdrucker ausgebildet. Als Prüfer der IHK ist Geschäftsführer Bernd Weidling eine fachlich fundierte aber auch praxisorientierte Ausbildung sehr wichtig. Aus diesem Grunde ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Berufsschule aber auch mit den umliegenden Fachhochschulen entstanden. Bereits mehrere Mitarbeiter wurden
aus dem Bereich Druck- und Medientechnik der TFH Berlin direkt nach Studienabschluss eingestellt. Zudem wird sukzessive in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. So absolviert momentan eine junge Mitarbeiterin ihre Abschlussprüfungen zum Industriemeister Digital- und Printmedien.

Ein weiteres Standbein des Berliner Unternehmens ist die Ätzerei, die sich aus einer klassischen Klischee-Ätzerei zu einer Fachabteilung für Stanzen und Lasern - insbesondere bei kleineren und mittleren Stückzahlen und Materialstärken bis 0,5 Millimeter - entwickelt hat. Primär werden Formätzteile für die Elektro- und Medizintechnik, aber auch für die Automobilindustrie, den Modellbau und die Architektur produziert. Ergänzt wird das Verfahren bei Weidling durch das Angebot eines Feinschneidlasers. Bereits seit zwei Jahrzehnten ist in diesem Bereich auch eine Zusammenarbeit der besonderen Art entstanden. Das Künstlerpaar Hannelore Teutsch und Reinhard Jacob nutzen beide Verfahren, aber auch den Siebdruck für ihre Kunstwerke und Auftragsproduktionen, wie zum Beispiel die Beschilderung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.

Wer glaubt, dass sich die Innovationskraft von Bernd Weidling und seinem Sohn Christian nun erschöpft, irrt sich.
„Wir wollen weiter investieren und den Kunden ein noch breiteres Spektrum an Leistungen anbieten“, blickt Geschäftsführer Bernd Weidling in die Zukunft und denkt dabei an anstehende Neuinvestitionen. So ist der Kauf eines Schneid- und Fräsplotters für den Herbst dieses Jahres fest eingeplant. Außerdem hat sich der Firmenchef bei den jüngsten Messebesuchen mehr und mehr mit dem Thema UV-Druck auf Formkörpern beschäftigt. Auch hier haben eine Vielzahl an Kunden der Weidling GmbH bereits Interesse bekundet und Anwendungsmöglichkeiten angekündigt, so dass eine Investition in diesem Jahr noch sehr wahrscheinlich ist.
Quelle Der Siebdruck Ausgabe 01/2009

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